Die Grundidee

Achte auf den betonten Vokal: fühlen hat ein langes ü; füllen hat ein kurzes ü. Wiederhole nach einem Vorbild zunächst das Wort und dann den ganzen Satz. Bei langen und kurzen Vokalen können sich Dauer und Klangqualität unterscheiden. Nur denselben Laut länger zu halten reicht deshalb nicht immer aus.

Muster zum Vergleichen
WortBedeutung
fühlenetwas empfinden
füllenInhalt hineingeben

Zielvokale nicht zusammenfallen lassen

  • „fühlen“ und „füllen“ brauchen hier keinen hörbaren Vokalunterschied. fühlen hat ein langes ü; füllen hat ein kurzes ü.

    Der Unterschied trägt Bedeutung: fühlen bedeutet hier etwas empfinden; füllen bedeutet Inhalt hineingeben. Vergleiche Dauer und Vokalqualität mit einem Wörterbuchvorbild. Diese Übung vergibt keine automatische Aussprachebewertung.

Beispiele

  • Wir fühlen den kalten Wind am Fluss.Hier steht „fühlen“ in der Bedeutung „etwas empfinden“. Vergleiche den betonten Vokal mit dem Nachbarbeispiel: fühlen hat ein langes ü; füllen hat ein kurzes ü.
  • Die Gäste füllen ihre Gläser mit Wasser.Hier steht „füllen“ in der Bedeutung „Inhalt hineingeben“. Vergleiche den betonten Vokal mit dem Nachbarbeispiel: fühlen hat ein langes ü; füllen hat ein kurzes ü.
  • Kannst du den kleinen Stein in der Tasche fühlen?Hier steht „fühlen“ in der Bedeutung „etwas empfinden“. Vergleiche den betonten Vokal mit dem Nachbarbeispiel: fühlen hat ein langes ü; füllen hat ein kurzes ü.
  • Bitte fülle die Schale nur bis zur Markierung.Hier steht „füllen“ in der Bedeutung „Inhalt hineingeben“. Vergleiche den betonten Vokal mit dem Nachbarbeispiel: fühlen hat ein langes ü; füllen hat ein kurzes ü.
  • Nach der Pause fühlen wir uns wieder wach.Hier steht „fühlen“ in der Bedeutung „etwas empfinden“. Vergleiche den betonten Vokal mit dem Nachbarbeispiel: fühlen hat ein langes ü; füllen hat ein kurzes ü.
  • Der Regen füllt langsam die leere Tonne.Hier steht „füllen“ in der Bedeutung „Inhalt hineingeben“. Vergleiche den betonten Vokal mit dem Nachbarbeispiel: fühlen hat ein langes ü; füllen hat ein kurzes ü.

Die Vorlesefunktion nutzt eine synthetische deutsche Stimme deines Geräts. Qualität und Verfügbarkeit unterscheiden sich. Deine Aussprache wird nicht bewertet.

Darauf solltest du achten

Ersetze den Vokalunterschied nicht durch Lautstärke oder eine zusätzliche Silbe. Die synthetische Gerätestimme hängt vom Browser ab und bildet nicht jeden Unterschied gleich deutlich ab. Sie ist keine menschliche Aufnahme und bewertet deine Aussprache nicht.

Probiere es selbst

  1. Welches Wort bezeichnet „etwas empfinden“: fühlen oder füllen? Sprich danach den ersten Beispielsatz.

    Antwort oder Beispielantwort mit Erklärung anzeigen

    fühlen. Wir fühlen den kalten Wind am Fluss.

    fühlen bedeutet etwas empfinden. Der erste Beispielsatz zeigt den Zusammenhang.

  2. Erkläre den Lautunterschied zwischen „fühlen“ und „füllen“. Verändere nicht nur die Lautstärke.

    Antwort oder Beispielantwort mit Erklärung anzeigen

    fühlen hat ein langes ü; füllen hat ein kurzes ü.

    fühlen hat ein langes ü; füllen hat ein kurzes ü. Beschreibe den Klang und nicht nur die Buchstaben.

  3. Sprich je einen eigenen Satz mit „fühlen“ und „füllen“. Eine andere Person soll ohne sichtbaren Text erkennen, welches Wort du meinst.

    Antwort oder Beispielantwort mit Erklärung anzeigen

    Mögliche Satzmuster: Kannst du den kleinen Stein in der Tasche fühlen? Bitte fülle die Schale nur bis zur Markierung. Prüfe, ob die Wörter unterschiedlich und verständlich gesprochen sind.

    Verschiedene Sätze sind möglich. Entscheidend ist, dass das beabsichtigte Wort verständlich erkennbar bleibt; eine automatische Bewertung findet hier nicht statt.

Wende es heute an

Sprich zwei eigene Sätze mit fühlen und füllen. Eine andere Person soll ohne sichtbaren Text erkennen, welches Wort gemeint ist. Eine freiwillige eigene Aufnahme kannst du in deiner Aufnahme-App mit einem Wörterbuchvorbild vergleichen.