Die Grundidee

Die Frage des Kollegen steht im Passiv mit Konjunktiv I: „wie der Name ausgesprochen werde“. Auch Rüzgars Wunsch ist indirekte Rede: „dass er seinen eigenen Namen bevorzuge“. In „fühlte sich aber nicht wohl dabei“ steht das reflexive sich wohlfühlen; dabei verweist auf die Situation. „Aus Unsicherheit“ nennt einen Grund mit aus und Nomen, kürzer als ein weil-Satz.

Wörter aus der Geschichte

aussprechen – ein Wort mit den richtigen Lauten sagen

die Unsicherheit – das Gefühl, nicht genau zu wissen, was richtig ist

der Laut – ein einzelner Klang in einem gesprochenen Wort

die Vorstellung – der Moment, in dem man jemanden mit Namen bekannt macht

bevorzugen – etwas lieber haben als etwas anderes

sich entschuldigen – sagen, dass einem ein Fehler leidtut

der Ersatzname – ein anderer Name, der statt des echten benutzt wird

Lies den Text

Im neuen Team konnte eine Kollegin den Namen von Rüzgar nicht sofort aussprechen. Sie schlug vor, ihn einfach „Rudi“ zu nennen. Rüzgar lächelte aus Unsicherheit, fühlte sich aber nicht wohl dabei. In der ersten Pause fragte ihn ein anderer Kollege ruhig, wie der Name ausgesprochen werde.

Rüzgar sagte ihn langsam und dann in normalem Tempo. Der Kollege wiederholte ihn zweimal und fragte, ob die zweite Version näher daran sei. Rüzgar korrigierte einen Laut. Das Gespräch dauerte weniger als eine Minute. Danach verwendete der Kollege den richtigen Namen bei der nächsten Vorstellung.

Am Nachmittag sprach Rüzgar auch die erste Kollegin an. Er sagte, dass er seinen eigenen Namen bevorzuge und gern bei der Aussprache helfe. Sie entschuldigte sich und übte ihn ebenfalls. Rüzgar merkte, dass sein erstes Lächeln nicht klar genug gewesen war. Er musste niemandem einen Ersatznamen geben, nur weil das Lernen einen kurzen Moment brauchte.

Beispiele

  • Rüzgar lächelte aus Unsicherheit.
  • Er fühlte sich aber nicht wohl dabei.
  • Rüzgar sagte ihn langsam und dann in normalem Tempo.
  • Rüzgar korrigierte einen Laut.
  • Das Gespräch dauerte weniger als eine Minute.
  • Sie entschuldigte sich und übte ihn ebenfalls.

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Darauf solltest du achten

Man könnte Rüzgars Lächeln als Zustimmung zum Spitznamen lesen. Der Erzähler sagt etwas anderes: „Rüzgar lächelte aus Unsicherheit, fühlte sich aber nicht wohl dabei.“ Später merkt er, dass sein Lächeln „nicht klar genug gewesen war“. Das Lernen des Namens dauert weniger als eine Minute.

Probiere es selbst

  1. Warum bedeutet Rüzgars erstes Lächeln keine klare Zustimmung?

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    Er lächelt aus Unsicherheit und fühlt sich unwohl.

    Er lächelt aus Unsicherheit und fühlt sich unwohl. Im Text steht, dass er „aus Unsicherheit“ lächelte und sich „nicht wohl dabei“ fühlte. Das äußere Lächeln passt also nicht zu seinem Gefühl.

  2. Was macht der zweite Kollege hilfreich?

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    Er fragt, hört zu, wiederholt und lässt sich korrigieren.

    Er fragt, hört zu, wiederholt und lässt sich korrigieren. Der Kollege fragt, wie der Name ausgesprochen wird, „wiederholte ihn zweimal“ und lässt sich einen Laut korrigieren. Er lernt den Namen, statt ihn zu ersetzen.

  3. Was erklärt Rüzgar später ausdrücklich?

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    Er bevorzugt seinen eigenen Namen und hilft gern bei der Aussprache.

    Er bevorzugt seinen eigenen Namen und hilft gern bei der Aussprache. Rüzgar sagt, „dass er seinen eigenen Namen bevorzuge und gern bei der Aussprache helfe“. Er nennt also einen Wunsch und bietet Hilfe an.

Wende es heute an

Erzähle „Einen schwierigen Namen lernen“ in vier deutschen Sätzen nach: Ausgangslage, Schwierigkeit, wichtige Beobachtung und Ergebnis. Schreibe danach einen eigenen alternativen Schluss und kennzeichne ihn ausdrücklich als Erfindung.