Die Grundidee

Timos Begründung ist ein dass-Satz mit indirekter Frage: „dass sie noch gar nicht wussten, welches wiederkehrende Problem der freie Platz lösen sollte“. Auch die Beobachtung ist eine indirekte Frage: „welche Gegenstände auf der Arbeitsfläche im Weg standen“. „Im Weg stehen“ bedeutet, zu stören. Der Schlusssatz verbindet verhindern mit einem dass-Satz.

Wörter aus der Geschichte

die Wohngemeinschaft – eine Wohnung, in der mehrere nicht verwandte Menschen zusammenleben

das Brett – hier: eine Platte im Schrank, auf die man Dinge stellt

die Vorräte – Lebensmittel, die man für später aufbewahrt

verschwenderisch – so, dass etwas Wertvolles ungenutzt bleibt

wiederkehrend – immer wieder auftretend

die Arbeitsfläche – die Fläche in der Küche, auf der man Essen zubereitet

die Brotdose – eine Dose für belegte Brote oder Essen unterwegs

Lies den Text

In einer Wohngemeinschaft war die Küche ständig vollgestellt. Als im Schrank ein Brett frei wurde, wollte jede Person es sofort für etwas anderes nutzen. Eine plante Vorräte, eine andere Geschirr, die dritte eine kleine Kaffeemaschine. Timo schlug vor, das Brett eine Woche lang leer zu lassen.

Der Vorschlag wirkte zunächst verschwenderisch. Platz war schließlich knapp. Timo erklärte, dass sie noch gar nicht wussten, welches wiederkehrende Problem der freie Platz lösen sollte. Während der Woche notierten sie, welche Gegenstände auf der Arbeitsfläche im Weg standen. Am häufigsten waren es die Brotdosen für den nächsten Morgen, nicht die selten benutzten Vorräte.

Sie nutzten das Brett deshalb als gemeinsamen Vorbereitungsplatz für den folgenden Tag. Abends standen dort Dosen und Flaschen, nach dem Frühstück war es wieder frei. Niemand bekam das Brett dauerhaft für private Dinge. Die leere Woche hatte nicht bedeutet, eine Entscheidung zu vermeiden. Sie hatte verhindert, dass die erste starke Vorliebe sofort zur dauerhaften Ordnung wurde.

Beispiele

  • Timo schlug vor, das Brett eine Woche lang leer zu lassen.
  • Der Vorschlag wirkte zunächst verschwenderisch.
  • Platz war schließlich knapp.
  • Nach dem Frühstück war es wieder frei.
  • Niemand bekam das Brett dauerhaft für private Dinge.
  • Die leere Woche hatte nicht bedeutet, eine Entscheidung zu vermeiden.

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Darauf solltest du achten

Man könnte die leere Woche für eine vermiedene Entscheidung halten. Der Text sagt: „Die leere Woche hatte nicht bedeutet, eine Entscheidung zu vermeiden.“ Auch das Problem ist anders als vermutet: Es waren die Brotdosen für den nächsten Morgen, „nicht die selten benutzten Vorräte“.

Probiere es selbst

  1. Warum will Timo eine Woche warten?

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    Er möchte das wiederkehrende Platzproblem beobachten, bevor jemand das Brett dauerhaft belegt.

    Er möchte das wiederkehrende Platzproblem beobachten, bevor jemand das Brett dauerhaft belegt. Timo erklärt, „dass sie noch gar nicht wussten, welches wiederkehrende Problem der freie Platz lösen sollte“. Die Woche dient der Beobachtung.

  2. Was steht besonders oft auf der Arbeitsfläche im Weg?

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    Brotdosen für den nächsten Morgen.

    Brotdosen für den nächsten Morgen. Sie notierten, was im Weg stand: „Am häufigsten waren es die Brotdosen für den nächsten Morgen, nicht die selten benutzten Vorräte.“

  3. Wie funktioniert die neue Nutzung?

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    Als gemeinsamer abendlicher Vorbereitungsplatz, der nach dem Frühstück wieder leer wird.

    Als gemeinsamer abendlicher Vorbereitungsplatz, der nach dem Frühstück wieder leer wird. Das Brett wird „gemeinsamer Vorbereitungsplatz für den folgenden Tag“: abends stehen dort Dosen und Flaschen, „nach dem Frühstück war es wieder frei“.

Wende es heute an

Erzähle „Ein freies Regalbrett“ in vier deutschen Sätzen nach: Ausgangslage, Schwierigkeit, wichtige Beobachtung und Ergebnis. Schreibe danach einen eigenen alternativen Schluss und kennzeichne ihn ausdrücklich als Erfindung.