Die Grundidee

Gedanken und Fragen stehen in indirekter Rede im Konjunktiv I: „Mahir dachte, seine Kollegin habe das Zitronenkuchenrezept ausprobiert“ und „fragte er, ob der Kuchen gelungen sei“. Müssen drückt eine Schlussfolgerung über die Vergangenheit aus: „Der Beleg musste schon im Buch gelegen haben“. „Aus etwas wird etwas“ beschreibt eine Veränderung.

Wörter aus der Geschichte

der Beleg – ein Zettel, der zeigt, was man gekauft und bezahlt hat

das Kochbuch – ein Buch mit Rezepten

die Zitrone – eine gelbe, saure Frucht

gelungen – Partizip von gelingen: Der Kuchen ist gelungen, er ist gut geworden.

das Sommerfest – ein Fest im Sommer, oft draußen

die Mengenangabe – die Angabe, wie viel man von etwas braucht

einzeln – nur eines, für sich allein

Lies den Text

Mahir lieh seiner Kollegin ein altes Kochbuch. Als er es zurückbekam, lag ein Einkaufsbeleg zwischen zwei Seiten. Darauf standen Mehl, Eier, Butter und sieben Zitronen. Mahir dachte, seine Kollegin habe das Zitronenkuchenrezept ausprobiert. Am nächsten Tag fragte er, ob der Kuchen gelungen sei.

Die Kollegin schaute überrascht. Sie hatte eine Suppe gekocht, keinen Kuchen. Der Beleg musste schon im Buch gelegen haben. Mahir prüfte das Datum. Es war fünf Jahre alt. Plötzlich erinnerte er sich an ein Sommerfest, für das er selbst mehrere Kuchen gebacken hatte. Das Buch hatte er damals als Einkaufsplan benutzt.

Am Wochenende backte er das Rezept noch einmal. Er brauchte diesmal nur zwei Zitronen, denn er machte einen einzigen Kuchen. Seiner Kollegin brachte er ein Stück mit. Den alten Beleg ließ er im Buch, aber daneben schrieb er: „Einkauf für mehrere Kuchen, nicht für dieses einzelne Rezept.“ So wurde aus einer Erinnerung keine falsche Mengenangabe.

Beispiele

  • Darauf standen Mehl, Eier, Butter und sieben Zitronen.
  • Sie hatte eine Suppe gekocht, keinen Kuchen.
  • Es war fünf Jahre alt.
  • Er brauchte diesmal nur zwei Zitronen.
  • Seiner Kollegin brachte er ein Stück mit.
  • Den alten Beleg ließ er im Buch.

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Darauf solltest du achten

Man könnte denken, dass die Kollegin den Beleg ins Buch gelegt hat. Sie hat aber gar nicht gebacken: „Sie hatte eine Suppe gekocht, keinen Kuchen.“ Der Beleg war fünf Jahre alt und stammte von Mahirs eigenem Sommerfest.

Probiere es selbst

  1. Welche falsche Annahme macht Mahir zuerst?

    Antwort oder Beispielantwort mit Erklärung anzeigen

    Dass die Kollegin den Zitronenkuchen gebacken hat.

    Dass die Kollegin den Zitronenkuchen gebacken hat. Der Text sagt: „Mahir dachte, seine Kollegin habe das Zitronenkuchenrezept ausprobiert.“ Deshalb fragte er, ob der Kuchen gelungen sei.

  2. Was zeigt das Datum?

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    Der Beleg stammt von seinem eigenen Sommerfest vor fünf Jahren.

    Der Beleg stammt von seinem eigenen Sommerfest vor fünf Jahren. Das Datum war fünf Jahre alt. Da erinnerte sich Mahir an ein Sommerfest, für das er selbst mehrere Kuchen gebacken hatte.

  3. Warum ergänzt er einen Hinweis?

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    Die sieben Zitronen gehörten zu mehreren Kuchen, nicht zu einem Rezept.

    Die sieben Zitronen gehörten zu mehreren Kuchen, nicht zu einem Rezept. Sieben Zitronen waren für mehrere Kuchen, für einen einzigen brauchte er nur zwei. Der Hinweis verhindert eine falsche Mengenangabe.

Wende es heute an

Erzähle „Der Beleg im Kochbuch“ in vier deutschen Sätzen nach: Ausgangslage, Schwierigkeit, wichtige Beobachtung und Ergebnis. Schreibe danach einen eigenen alternativen Schluss und kennzeichne ihn ausdrücklich als Erfindung.