Die Grundidee

„Den Tisch decken“ heißt, Geschirr und Tuch auf den Tisch zu legen: „Eva möchte den runden Tisch auf dem Balkon decken“. Der Bruder fragt mit „immer wieder“: „Warum drehst du das Tuch immer wieder?“ Er stellt je einen Teller an eine Ecke: „Er stellt einen Teller vor jede Ecke“, Akkusativ wegen der Bewegung. „Nicht müssen“ am Ende heißt, dass etwas nicht nötig ist.

Wörter aus der Geschichte

quadratisch – mit vier gleich langen Seiten

decken – Teller, Gläser und Besteck auf den Tisch stellen

die Schublade – ein Kasten in einem Möbelstück, den man herausziehen kann

die Ecke – die Stelle, an der zwei Seiten zusammentreffen

zufrieden – froh, weil etwas gut ist

die Vase – ein Gefäß für Blumen

zusammenpassen – gut miteinander harmonieren

Lies den Text

Eva möchte den runden Tisch auf dem Balkon decken. In der Schublade findet sie nur ein quadratisches Tuch. Sie legt es auf den Tisch. Vier Ecken hängen weit nach unten. In der Mitte liegt das Tuch glatt, aber Eva ist noch nicht zufrieden. Sie dreht es ein kleines Stück. Jetzt zeigen die Ecken in andere Richtungen.

Ihr Bruder kommt mit vier Tellern. „Warum drehst du das Tuch immer wieder?“, fragt er. Eva erklärt ihr Problem. Er stellt einen Teller vor jede Ecke. „Dann haben wir vier klare Plätze“, sagt er. Eva holt vier Gläser und eine kleine Vase.

Als die Gäste kommen, sieht der Tisch schön aus. Niemand fragt nach einem runden Tuch. Nach dem Essen will der Wind eine Ecke hochheben. Eva legt einen kleinen Stein darauf. Heute muss nicht alles genau die gleiche Form haben, denkt sie. Es muss nur zusammenpassen.

Beispiele

  • Vier Ecken hängen weit nach unten.
  • In der Mitte liegt das Tuch glatt.
  • Sie dreht es ein kleines Stück.
  • Er stellt einen Teller vor jede Ecke.
  • Niemand fragt nach einem runden Tuch.
  • Eva legt einen kleinen Stein darauf.

Die Vorlesefunktion nutzt eine synthetische deutsche Stimme deines Geräts. Qualität und Verfügbarkeit unterscheiden sich. Deine Aussprache wird nicht bewertet.

Darauf solltest du achten

Man erwartet vielleicht, dass Eva am Ende doch ein rundes Tuch findet. Das passiert nicht; ihr Bruder macht aus dem Problem einen Plan: „Er stellt einen Teller vor jede Ecke.“ Evas Gedanke am Schluss lautet: „Es muss nur zusammenpassen.“

Probiere es selbst

  1. Warum ist Eva zuerst unzufrieden?

    Antwort oder Beispielantwort mit Erklärung anzeigen

    Das Tuch ist quadratisch, der Tisch aber rund.

    Das Tuch ist quadratisch, der Tisch aber rund. Eva findet für den runden Tisch „nur ein quadratisches Tuch“. Die vier Ecken hängen weit nach unten, deshalb dreht sie es immer wieder.

  2. Wie nutzt der Bruder die Ecken?

    Antwort oder Beispielantwort mit Erklärung anzeigen

    Er ordnet jedem der vier Plätze eine Ecke zu.

    Er ordnet jedem der vier Plätze eine Ecke zu. Der Bruder stellt einen Teller vor jede Ecke und sagt: „Dann haben wir vier klare Plätze.“

  3. Warum liegt am Ende ein Stein auf dem Tuch?

    Antwort oder Beispielantwort mit Erklärung anzeigen

    Der Wind hebt eine Ecke an.

    Der Wind hebt eine Ecke an. Nach dem Essen „will der Wind eine Ecke hochheben“. Deshalb legt Eva einen kleinen Stein darauf.

Wende es heute an

Erzähle „Das quadratische Tischtuch“ in vier deutschen Sätzen nach: Ausgangslage, Schwierigkeit, wichtige Beobachtung und Ergebnis. Schreibe danach einen eigenen alternativen Schluss und kennzeichne ihn ausdrücklich als Erfindung.