Die Grundidee

Die Vermutungen stehen im Konjunktiv I: „die Firma bezahle sie“. Maras Erklärung ist ein dass-Satz im Plusquamperfekt: „dass sie das Obst in den letzten Wochen aus ihrem Garten mitgebracht hatte“. In „einen Anspruch gemacht, ohne nachzufragen“ steht ohne mit zu-Infinitiv. Die Karte „Wer mag, bringt etwas mit. Nichts ist Pflicht.“ zeigt, wie man freundlich und ohne Druck zum Mitmachen einlädt.

Wörter aus der Geschichte

die Büroküche – eine kleine Küche, die alle in einem Büro benutzen

die Schale – ein flaches, offenes Gefäß, zum Beispiel für Obst

vermuten – etwas annehmen, ohne es sicher zu wissen

sich beschweren – sagen, dass man mit etwas unzufrieden ist

die Ernte – das Einsammeln von Obst oder Gemüse, wenn es reif ist

der Anspruch – etwas, das man zu bekommen glaubt

die Pflicht – etwas, das man tun muss

Lies den Text

In der Büroküche stellte jemand jeden Montag eine kleine Schale mit Obst auf die Fensterbank. Niemand wusste genau, von wem sie kam. Einige glaubten, die Firma bezahle sie. Andere vermuteten eine Aktion des Nachbarladens. Als die Schale eines Montags leer blieb, beschwerte sich ein Kollege laut über die unzuverlässige Versorgung.

Mara sagte leise, dass sie das Obst in den letzten Wochen aus ihrem Garten mitgebracht hatte. Nun war die Ernte zu Ende. Es hatte nie eine feste Lieferung gegeben. Der Kollege wurde still und entschuldigte sich. Er hatte aus einer wiederholten Freundlichkeit einen Anspruch gemacht, ohne nachzufragen.

Am nächsten Freitag stand eine neue Schale auf dem Tisch. Diesmal lag eine Karte dabei: „Wer mag, bringt etwas mit. Nichts ist Pflicht.“ Unter der Karte standen bereits drei Namen für die nächste Woche. Mara musste nicht mehr allein dafür sorgen. Und wenn die Schale einmal leer blieb, wussten alle, was das bedeutete.

Beispiele

  • Niemand wusste genau, von wem sie kam.
  • Nun war die Ernte zu Ende.
  • Es hatte nie eine feste Lieferung gegeben.
  • Der Kollege wurde still und entschuldigte sich.
  • Diesmal lag eine Karte dabei.
  • Mara musste nicht mehr allein dafür sorgen.

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Darauf solltest du achten

Weil die Schale jeden Montag kommt, hält man sie leicht für einen festen Service, wie der Kollege. Der Text stellt klar: „Es hatte nie eine feste Lieferung gegeben.“ Mara brachte Obst aus ihrem Garten, bis die Ernte vorbei war. Die Vermutungen über Firma und Laden sind nur Vermutungen.

Probiere es selbst

  1. Woher kam das Obst tatsächlich?

    Antwort oder Beispielantwort mit Erklärung anzeigen

    Aus Maras Garten.

    Aus Maras Garten. Mara sagt, „dass sie das Obst in den letzten Wochen aus ihrem Garten mitgebracht hatte“. Die Firma und der Nachbarladen waren nur Vermutungen.

  2. Warum bleibt die Schale zuerst leer?

    Antwort oder Beispielantwort mit Erklärung anzeigen

    Die Ernte ist vorbei.

    Die Ernte ist vorbei. Der Text erklärt: „Nun war die Ernte zu Ende.“ Es fehlte also kein versprochener Dienst, sondern Obst aus dem Garten.

  3. Was macht die neue Karte klar?

    Antwort oder Beispielantwort mit Erklärung anzeigen

    Mitbringen ist freiwillig, und mehrere Menschen können beitragen.

    Mitbringen ist freiwillig, und mehrere Menschen können beitragen. Auf der Karte steht: „Wer mag, bringt etwas mit. Nichts ist Pflicht.“ Darunter stehen schon drei Namen, also beteiligen sich mehrere Menschen freiwillig.

Wende es heute an

Erzähle „Das Geschenk auf der Fensterbank“ in vier deutschen Sätzen nach: Ausgangslage, Schwierigkeit, wichtige Beobachtung und Ergebnis. Schreibe danach einen eigenen alternativen Schluss und kennzeichne ihn ausdrücklich als Erfindung.