Du sprichst r in jeder Position als einen kurzen Schlag und hörst den Unterschied zu l in Paaren wie kar und kal. Zu dieser Lektion gehört keine Aufnahme; sie erklärt über Schreibweise und Mundstellung.

Die Grundidee

Das türkische r ist ein einziger kurzer Schlag: Die Zungenspitze schnellt einmal gegen den Zahndamm hinter den oberen Zähnen. Es ist dasselbe vorn (radyo), zwischen Vokalen (kara), vor einem Konsonanten (kardeş) und am Ende (kar), wo es oft sehr leicht oder behaucht klingt. Das Zäpfchen-r aus dem Rachen und das vokalische r am Wortende, wie in „Lehrer“, passen nicht.

Muster zum Vergleichen
WortanfangZwischen VokalenVor einem KonsonantenWortende
radyokarakardeşkar
resimsarıçarşıbir
rüyaarabakırmızıyer

Beispiele

  • Kardeşim çarşıya gidiyor.Mein Bruder geht zum Markt.
  • Annem bir mektup yazıyor.Meine Mutter schreibt einen Brief.
  • Ayşe yarın Roma'ya gidiyor.Ayşe fährt morgen nach Rom.
  • Radyoda güzel bir şarkı var.Im Radio läuft ein schönes Lied.
  • karSchneeDas Wort endet auf einem leichten Schlag der Zungenspitze, ohne zusätzlichen Vokal danach.
  • kalBleib!Nur der letzte Laut unterscheidet es von kar: Bei l bleibt die Zungenspitze am Zahndamm, statt wegzuschnellen.
  • sorFrag!
  • sollinks (die Seite)
  • kırmızırotDas r vor m wird trotzdem geschlagen, und das ı davor bleibt ein reiner hinterer Vokal.

Die Vorlesefunktion nutzt eine synthetische türkische Stimme deines Geräts. Qualität und Verfügbarkeit unterscheiden sich; deine Aussprache wird nicht bewertet.

Darauf solltest du achten

Verschlucke das r am Ende nicht und tausche es nicht gegen l. Nur der letzte Laut trennt kar (Schnee) von kal (bleib!) und sor (frag!) von sol (links); ein verwaschenes r kann also ein anderes Wort ergeben. Auch in bir (eins) bleibt das r ein Schlag und wird nicht zu einem vagen Vokal.

Probiere es selbst

  1. Schreibe das ganze Wort für „Schnee“. Der letzte Buchstabe fehlt.

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    kar

    kar: Das Wort für Schnee endet auf dem Schlag, einem einzigen Wegschnellen der Zungenspitze; bei kal mit l bliebe die Zunge liegen, und das Wort hieße „bleib!“.

  2. Schreibe das ganze Wort für „links“ (die Seite). Der letzte Buchstabe fehlt.

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    sol

    sol: „Links“ braucht l, denn dabei liegt die Zungenspitze am Zahndamm und bleibt dort; mit dem Schlag würde daraus sor, „frag!“.

  3. Schreibe das ganze Wort für „Radio“. Der erste Buchstabe fehlt.

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    radyo

    radyo: Ursprünglich türkische Wörter beginnen nicht mit r, viele Lehnwörter schon. Es ist derselbe einzelne Schlag, ohne Vokal davor.

  4. Schreibe das ganze Wort für „eins“ (die Zahl). Der letzte Buchstabe fehlt.

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    bir

    bir: Das Wort endet auf dem Schlag ohne Vokal danach, und das i davor bleibt ein reiner vorderer Vokal, den das r nicht färbt.

Wende es heute an

Sprich kar und kal, dann sor und sol vor einem Spiegel. Bei l bleibt die Zungenspitze am Zahndamm, bei r schnellt sie weg. Schreibe dann je ein Wort mit r am Anfang, in der Mitte und am Ende.