Du bettest eine Handlung in einen anderen Satz ein: Jemandes Kommen kann uns freuen, erwünscht sein oder erlaubt werden. Die Endung an der Handlung zeigt, wer sie ausführt, auch wenn das Hauptverb ein anderes Subjekt hat.

Die Grundidee

-me/-ma macht aus einem Verb ein Handlungsnomen. Im hier geübten Muster steht ein ausdrücklich genannter Handlungsträger im Genitiv; das Handlungsnomen erhält die passende Possessivendung: senin gelmen, dein Kommen. Die ganze Gruppe kann Subjekt sein: Senin gelmen bizi sevindiriyor. Als Ergänzung erhält sie den vom Hauptverb verlangten Fall: gelmeni istiyorum steht im Akkusativ, gelmene izin veriyorum im Dativ. Das Genitivpronomen kann entfallen, wenn klar ist, wer gemeint ist. Vergleiche kalmak istiyorum (ich möchte bleiben) mit kalmanı istiyorum (ich möchte, dass du bleibst).

Muster zum Vergleichen
HandlungsgruppeIm Satz
senin gelmenSenin gelmen önemli.
senin gelmeniSenin gelmeni istiyorum.
senin gelmeneSenin gelmene izin veriyorum.

Beispiele

  • Senin gelmen bizi sevindiriyor.Dass du kommst, freut uns.
  • Ben senin gelmeni istiyorum.Ich möchte, dass du kommst.
  • Annem burada çalışmama izin veriyor.Meine Mutter erlaubt mir, hier zu arbeiten.
  • Çocukların bahçede oynaması güzel.Es ist schön, dass die Kinder im Garten spielen.
  • Bu akşam evde kalmak istiyorum.Ich möchte heute Abend zu Hause bleiben.
  • Bu akşam evde kalmanı istiyorum.Ich möchte, dass du heute Abend zu Hause bleibst.
  • Onun gelmesini istiyorum.Ich möchte, dass er oder sie kommt.
  • Onun gelmemesini istiyorum.Ich möchte, dass er oder sie nicht kommt.

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Darauf solltest du achten

Lies nicht jedes -me als Verneinung. In gelmesini bezeichnet es die Handlung; Onun gelmesini istiyorum ist positiv. Für die Verneinung der Handlung steht eine eigene Negationsendung vor der Nominalisierung: gel-me-me-si-n-i → gelmemesini. Das erste -me verneint, das zweite bildet das Nomen.

Probiere es selbst

  1. Ergänze eine Form von gelmek: Es ist wichtig, dass du früh kommst.

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    gelmen

    gelmen: Du bist die kommende Person, daher folgt auf gelme das possessive -n. Die ganze Wortgruppe ist Subjekt zu önemli und braucht keinen Akkusativ.

  2. Ergänze eine Form von okumak: Ich möchte, dass du dieses Buch liest.

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    okumanı

    okumanı: Ich wünsche es, du liest. Auf okuma folgen -n für die lesende Person und -ı für das Objekt von istiyorum. Der Akkusativ in kitabı kennzeichnet das Buch und ersetzt nicht den Kasus der Handlung.

  3. Ergänze eine Form von çalışmak: Meine Mutter erlaubt mir, hier zu arbeiten.

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    çalışmama

    çalışmama: Erlaubt wird mein Arbeiten. Deshalb erhält çalışma das possessive -m und den Dativ -a. Die Aufteilung ist çalış-ma-m-a, ohne Verneinung; die Mutter erteilt die Erlaubnis, sie arbeitet hier nicht selbst.

  4. Ergänze die verneinte Nomenform von gelmek: Ich möchte, dass er oder sie heute nicht kommt.

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    gelmemesini

    gelmemesini: Gewünscht ist das Ausbleiben. An das negative gelme- treten nominales -me, possessives -si, Binde-n und Akkusativ -i. Mit nur einem -me wäre das Kommen erwünscht.

Wende es heute an

Schreibe je einen Satz über dein Kommen als Subjekt, über einen Wunsch an eine andere Person und über eine Erlaubnis. Bestimme jeweils den Handlungsträger und begründe den fehlenden Kasuszusatz, den Akkusativ oder den Dativ.